Pro & Contra

Vorteile im Vergleich zu Doppelstöcken

Die Aufsetzpunkte des Trekkingstockes befinden sich bergauf und bergab innerhalb der zentralen Lauflinie. Die Aufsetzpunkte der Doppelstöcke (Ds) sind hingegen immer außerhalb dieser Lauflinie, es bedarf einer Dreipunktkonzentration. Diese relativ aufwendige Inaugenscheinnahme der Stockaufsetzpunkte links und rechts plus Wegsondierung in der Mitte erschwert die gesamte Bewegungskoordination und stellt vor allem bergab durch die im Regelfall höhere Laufgeschwindigkeit einen besonderen Nachteil dar. (Häufig zu erkennen an den hochkonzentrierten Gesichtern von bergablaufenden Ds- Wanderern)
Die Spitze des Trekkingstockes wird bergauf immer fußnah dort aufgesetzt, wo der Stockanwender beim nächsten Schritt auftritt. Dies bedeutet, daß das Stockaufsetzen nur einer geringen Mehrkonzentration bedarf. Denn ein Körpergefühl, wohin unser Fuß tritt, besitzen wir bereits.
Beim Bergabwandern ist durch die mittige Trekkingstockführung vor dem Körper ein schnelles und genaues Zielen zum Aufsetzen der Stockspitze möglich. Beide Augen können über die Länge des Stockes präzise den nächsten Aufsetzpunkt anvisieren. So lassen sich auch kleine Aufsetzpunkte exakt treffen.
Da beim Bergabwandern die Laufrichtung und die Richtung der Stockführung identisch sind, ist der Auflagepunkt des Stockes häufig die nächste Trittfläche des Fußes. So kann man sich im voraus einen Eindruck über die Beschaffenheit des Bodens bilden.
Die Länge der Ds muß jeweils den Geländetypen Bergauf, Bergab, Ebene und deren Besonderheiten angepaßt werden (z.B. Hang links- oder rechtsseitig). Der Trekkingstock ist durch seine Anwendungart selbstregulierend und bedarf keinerlei unterschiedlicher Einstellungen. Verschiedene Steigungen werden mittels Durchgleitenlassen des Stockes durch beide Hände von Schritt zu Schritt ausgeglichen. Hat der Stock nach dem Durchgleiten wieder Bodenauflage erreicht, greifen ihn die Hände aus der Grundhaltung wieder fest und der Bewegungsablauf beginnt von Neuem. Ein Anpassen der Stocklänge an verschiedene Steigungen entfällt. Mit Hilfe dieser Technik wird von Schritt zu Schritt „automatisch“ jeder Profilwechsel des Geländes an die Greifhöhe des Stockes angepaßt.
Zum Gebrauch der Ds wird die Benutzung von Handschlaufen empfohlen. Das Durchschlaufen der Hände bedeutet Mehraufwand im Vergleich zum Trekkingstock. Bleiben die Ds an Hindernissen hängen oder verklemmen, besteht Verletzungsgefahr. Zur Nutzung des Trekkingstockes wird nur die natürliche Verbindung zwischen greifenden Händen und Stock benötigt. In problematischen Fällen lassen beide Hände den Stock einfach los.
Die Ds werden in deutlichem Abstand zum Körper jeweils von einer Hand geführt. Dies bewirkt ungünstigere Hebelverhältnisse im Vergleich zum Trekkingstock, der beidhändig körpernah geführt wird. Das mögliche Potential an Kraftentfaltung ist bei der Trekkingstock Nutzung deutlich höher als beim Ds.
Ein Trekkingsstock aus geschältem und getrocknetem Bambus wiegt je nach Länge zwischen 180 und 240 Gramm. Zwei Doppelstöcke wiegen ca. 600 gr.
Als reines Naturprodukt weist Bambus eine deutlich bessere Ökobilanz auf, als die lackierten Aluminium- oder Carbon-Doppelstöcke. Die Hände und Sinne greifen nach einem Stück Natur.


Nachteil

Der Trekkingstock aus Bambus ist nicht teleskopierbar oder sonst teilbar und kann bei Nichtgebrauch nur an der Außenseite eines Rucksackes angebracht werden.